3 Medaillen für die Bramfelder Judo-Kämpfer!
In Stiens/NL (ca. 4 Autostunden von Hamburg entfernt) findet jedes Jahr ein großes Judo-Turnier für die jüngsten und auch für die älteren Judo-Sportler, die Friese Masters statt.
Vor zwei Jahren waren wir schon einmal dort und es hatte uns sehr gut gefallen.
Dieses Jahr fällt das Fazit etwas weniger gut aus, aber das Turnier selbst (was das Niveau angeht) war dennoch sehr gut.
Über 700 Teilnehmer aus 90 Vereinen aus Holland und Deutschland waren am Start. Die Vor-Organisation war wie gewohnt super.
Wir vom BSV fuhren mit verschiedenen Autos und Fahrern mit 10 SportlerInnen dorthin und zusätzlich noch mit zwei vom JC TAIYO.
Die Übernachtung hatte jeder selbst geplant, allerdings gab es hier auch Gruppierungen, die am selben Platz bzw. in der selben Pension gebucht hatten.
Die Fahrt selbst gestaltete sich für einige als Holland-Rundfahrt.
Blöd ist es nämlich, wenn die Pension gleich an zwei verschiedenen Orten unter der selben Namensangabe in Internet verzeichnet ist. So kam es, dass ein Auto genussvoll die weltberühmten Tulpenfelder von Amsterdam aus dem Auto heraus anschauen konnten, ehe die angegebene Adresse nochmal überprüft wurde. Naja, eine dann nicht eingeplante Zusatzstrecke zurück zum eigentlichen Ort über den Ijssel-Damm innerhalb von – laut Navi – 1,5 Stunden und das zu einem Zeitpunkt von 90 Minuten vor dem Wiegeschluß gestaltete sich dann schon als eine kleine Herausforderung. Eigentlich, nicht aber für Dimitri, der es schaffte ohne geblitzt zu werden 20 Minuten vor dem Wiegeschluß da zu sein.
Zu sportlichen:
Mit Blia Rohweder, Alexander Schneider, Mattes Jaap und den beiden Saselern Nils und Lennart Ziskel startete fünf in der U13.
Bella Rohweder und Till Jaap mussten in der U15 ran und mit Nele Jaap, Gabryl Tansingco, Tarik Avdic, Ben Rohweder und Viktor Noeren gleich fünf in der U18.
In den Niederlanden sind in einigen Alterklassen die Wettkampfregeln anders und es ist bekannt, dass die Kampfrichter dort manchmal etwas seltsam schiedsen. So ist in der U13 der Griff über die Schulter und in der U15 das Würgen erlaubt, dafür das Hebeln nicht. Aber damit kamen unsere KämpferInnen größtenteils sehr gut zurecht.
Blia und Till konnten sich am Ende den 3. Platz und damit eine schöne Bronzemedaille erkämpfen und Gabryl sogar Gold für den 1. Platz.
Somit hat sich Gabryl nach 2024 (1. Platz in der U15) nun zum zweiten Mal Gold (diesmal in der U18) geholt!
Blia und Till gelang jeweils u. a. ein fulminaten Ippon-Sieg durch einen Wurf und Gabryl konnte seine neue Spezialtechnik in allen vier siegreichen Kämpfen gegen sehr starke Gegner ausprobieren und erfolgreich durchsetzen.
Mattes belegte am Ende in einer mega-stark besetzten 34Kg-Klasse (gut 30 Teilnehmer) als jüngster U13-Jahrgang mit drei Kampfsiegen den 7. Platz und Ben (-73 Kg) konnte nach in letzter Zeit erfolglosen Turnieren mit einer ausgeglichenen Kampf-Bilanz von 2 Siegen und 2 Niederlagen das Turnier mit dem 5. Platz respektabel beenden.
Die zwei Saseler konnten sich ebenfalls in derselben Alters- und Gewichtsklasse wie Mattes kampfstark präsentieren und Nils gelang sogar eine ausgeglichene Kampf-Bilanz von 2S/2N und damit am Ende Platz 9.
Bella, Tarik und Viktor konnten einen Kampf für sich entscheiden, ehe sie ausschieden und Nele musste sich leider in ihren zwei Begegnungen den Gegnerinnen beugen.
Auch wenn die eine oder andere unglückliche Entscheidung durch die Kampfrichter oder organisatorische Verwirrung (Mattenwechsel der Gewichtsklassen z. T. nur durch Zufall erfahren) mit dabei war, so hat es mir als Betreuer doch trotz Anstrengung und (zu) vieler Kilometer Fahrt sehr viel Spaß gemacht.
Schließlich wurde die Strapazen durch ein sehr leckeres Burger-Essen wieder wett gemacht!
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen mitgefahrenen Eltern herzlich für ihre Unterstützung und Fahr-Bereitschaft in teuren Sprit-Zeiten wie diesen bedanken und last but not least auch bei Gabryl, der vor und nach seinen eigenen Kämpfen vier Bramfelder Jungs während deren Kämpfe betreut hatte.
Die Veranstaltung lief nämlich in zwei großen Sporthallen auf 10 Wettkampf-Matten ab, so dass es schon vorkam, dass ein/e Kämpfer/in auch mal ohne Betreuung vom Mattenrand kämpfen musste. Aber das haben diejenigen sehr gut gemacht.

Herzlichen Glückwunsch den Medaillen-Gewinnern und denen, die Kämpfe gewannen und diejenigen die nicht zufrieden sind:
Kopf hoch und weiter trainieren! Next time will be better!








