Dutch Team-Open der u12 und u15!

Ein ganzes Wochenende in Groningen mit internationalen Gegnern und jede Menge Erfahrung haben vier Jugend-Mannschaften des  Bramfelder SV und einige Judo-Freunde weiterer HJV-Vereine hinter sich gebracht. Medaillen haben wir leider nicht gewonnen, aber dennoch wertvolle Erfahrungen gesammelt und starke Kämpfe abgeliefert.

Vom 19. Oktober bis 21. Oktober waren wir zu Gast in einer Hostel Herberge in Scheemda,

einem altehrwürdigen Haus vermutlich aus dem 18.Jahrhundert. Die Wettkampf-Halle oder besser ausgedrückt Wettkampf-Arena dient auch für Großveranstaltungen wie Konzerte und Feierlichkeiten in sehr großem Rahmen. Daher hatte das Turnier ein besonderes Flair, Kämpfe unter Spotlight und am Samstag auch sehr viele Zuschauer.

Wie schon in den Jahren zuvor bestach das Turnier durch eine Super Organisation, perfekten Wettkampf-Ablauf und sehr hohem Leistungs-Niveau. Kämpfer/innen aus mehreren Nationen (Niederlande, Schweden, Belgien, Großbritannien, Syrien und Frankreich) trafen sich, um die begehrten Pokale für den Turnier-Sieg zu erkämpfen.

Für unsere Teams gab es leider keinen Pokal oder Medaillen, dafür waren die Gegner letztendlich zu stark. Aber wir konnten mit erhobenem Haupt die Sport-Arena verlassen. In der weiblichen U12 waren 13 Teams anwesend. Unsere jungen Damen, die mit drei Gast-Kämpferinnen (KSC Bushido HH und Tura) verstärkt wurden, konnten im ersten Kampf leider nicht die Kampfrichter überzeugen. In zwei Einzelkämpfen gab es krasse Fehler seitens der eigentlich Unparteiischen. Aber das ist bekannt, wenn man als Deutscher in den Niederlanden gegen einen Niederländer antritt und die Kampfrichter aus den Niederlanden kommen. Klingt etwas gemein, aber es handelt sich hier um jahrelange Erfahrungen mit diesen Situationen. Letztendlich ging der erste Kampf mit 2:3 verloren und es ging in die Trostrunde. Hier siegten die Mädels deutlich mit 4:1 gegen ein weiteres niederländisches Team und dann mussten sie gegen den Landes-Kader von Niedersachsen. Da war leider Endstation, denn die waren zu stark für uns.

Herausragend waren Emilia Lemm (3 Einzelsiege), Laurina Take (die 2 x eine Klasse hoch ging) und Anabel Schilling.

Die u12-Jungen mussten sogar in beiden Begegnungen als Verlierer von der Matte. Aber auch hier gab es eine sehr schwer nachzuvollziehende Entscheidung gegen uns im zweiten Duell, das wir unglücklich mit 2:3 verloren. Dennoch kämpften unsere Jungs, die von zwei Kämpfern der HT16 verstärkt wurden einen guten Wettkampf.

Im U12-Jungenteam ragte Jonas Orlandea heraus, der seine zwei Einzelkämpfe mit Ippon gewann.

Die weibliche U15 war personell knapp aufgestellt. In jeder der fünf Gewichtsklassen hatten wir eine Kämpferin. Dabei hatten wir Unterstützung von zwei Tura-Kämpferinnen. Trotz starker Konkurrenz haben sich unsere Mädels sehr gut verkauft und waren in zwei Duellen auf Augenhöhe, wo sie nur ganz knapp mit 2:3 verloren. Ein Duell hätte auch anders ausgehen müssen, aber es hat nicht sein sollen. Aus Bramfelder Sicht kämpfte Gianina Scholz als jüngster Jahrgang herausragend und gewann zwei Kämpfe!

Am Sonntag griffen dann die U15-Jungs in das Wettkampfgeschehen ein.

Neben den Bramfeldern Tyler Janssen, Alexander Geier, Tim Haaso und Arthur Heckel standen noch mit Egor Smirnov, Walter Elzer und Tjelle Urban drei Gastkämpfer von HT16 bzw. JGS im Team. Ein sehr starker erster Kampf (4:1 gegen die Kings aus Groningen) und ein knappes 2:3 gegen JPT (NL) ließ den dritten und letzten Pool-Kampf zum Finale um den Kampf um Bronze werden. Auch hier wurden die Jungs von den niederländischen Referees benachteiligt. Alex erkämpfte sich kurz vor Ende der regulären Kampfzeit ein klares Waza-ari, welche im verwehrt wurde. Dann brach eine alte Verletzung auf und er musste den Kampf im Golden Score noch abgeben. Vor seinem Kampf stand es 2:1 für uns (bei 5 Gewichts-Klassen!). Schade und auch für alle im ersten Moment sehr enttäuschend. Aber nach einer gewissen Zeit kam bei allen durch, das wir uns sehr gut verkauft hatten und auch das Niveau in der U15 nochmal um eine Nummer höher war als bei der U12.

Insgesamt eine tolle Sport-Aktion. Zwar war die Wartezeit in der Pizzeria mit über 2 Stunden eindeutig zu lang, aber ansonsten hat es allen gefallen, so dass wir in 2019 sehr gerne wieder zu den Dutch Team-Open fahren möchten.

 

 

 

 

Vielen Dank an die beiden weiteren Betreuer Bianca Geerdts (vom KSC) und Stefan Jacobs (von Tura) und an alle Eltern und Fahrer!!!

Dieser Beitrag wurde unter Berichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.