4 Medaillen bei den Copenhagen-Open!

Mit 11 Bramfelder Judo-Kämpfern und jede Menge Eltern sind die beiden Betreuer Gunnar Losch und Tobias Zeuke nach Kopenhagen/Dänemark gefahren. Da das Turnier bereits am Karfreitag begann und das Wiegen der ersten Altersklassen, die am Karfreitag kämpften abends zuvor war, ging die Fahrt bereits am Gründonnerstag Mittags los.

Übernachtet wurde in der Sporthalle (Kämpfer und Betreuer) auf großen Luftmatrazen oder Isomatten oder im Hotel (Eltern). Einige Eltern kamen nur für einen Tag und fuhren abends wieder heim.

Am Karfreitag waren zunächst die U18-Kämpfer dran. Vom BSV waren dabei: Lisbeth Haustein, Emily Gödeke, Sophie Barenscheer, Stefanie Wenzel und Genesis Höllisch.

Den Start machten die Damen in der Klasse bis 52 und bis 48 Kg. Emily konnte in der Pool-Runde alle 5!!! Kämpfe gewinnen, Steffi gelang zwei Siege und Sophie gewann einen. In der Endabrechnung bedeutete das, dass Sophie leider ohne Platzierung aussgeschieden war, Steffi mit einem 5. Platz das Turnier beendete und Emily ins Halbfinale einzog. Hier ist noch zu erwähnen, das sowohl Sophie als auch Steffi gut mit den starken Gegnerinnen mithalten konnten. Steffi konnte sogar gegen Emily bis kurz vor Schluß eine Waza-ari Führung halten, ehe sie dann abgehebelt wurde.

Im Halbfinale ging Emily sogar mit Waza-ari in Führung und alles sah nach einem Sieg aus. Dann aber nutzte ihre Gegnerin eine kleine Unachtsamkeit von ihr und Emily musste sich mit einem dennoch großartigen 3. Platz zufrieden geben.

Lisbeth kämpfte zeitgleich auf einer anderen Matte. Sie startete sehr unglücklich und hatte zunehmend Probleme mit ihrer Atmung. Nach zwei Niederlagen gelang ihr ein Ippon-Sieg gegen die bis dahin im Pool ungeschlagene und sie witterte Morgenluft. Als auch der vierte Kampf mit einem schnellen Ippon-Sieg für Lisbeth endete, war die Freude groß, als feststand, das sie aufgrund der besseren (kürzeren) Gesamt-Kampfzeit ins Halbfinale einzog. Gegen die spätere Siegerin aus Schweden sah sie lange Zeit gut aus, doch dann machte sich das Problem der Atmungsschwierigkeit bemerkbar. Somit der 3. Platz für sie.

Ein starker Erfolg, unter diesen gesundheitlichen Umständen noch nach zwei Start-Niederlagen noch die Moral zu haben und Kämpfe auf diesem Niveau zu gewinnen.

Genesis startete verhalten und konnte nicht die richtigen Akzente setzen. So musste er gegen einen Norweger am Ende als Verlierer von der Matte und in der Trostrunde weiter kämpfen. Hier konnte er dann vier Kämpfe in Folge gewinnen und sich am Ende ebenfalls über die Bronze-Medaille freuen. Besonders erwähnenswert ist hier sein dritter Kampf, in dem er gegen einen sehr starken georgischen Schwarzgurt-Träger kämpfte und diesen sehr gut im Griff hatte und schluß-endlich mit Wurf-Ippon besiegte.

Am Oster-Samstag waren die U15 und die Frauen dran. Das waren Nele Holthusen, Lily Schertel, Alexander Geier und Tim Haaso (alle U15) und Katja Küchler, sowie Defne Akbayir (Frauen). Nach dem Wiegen am Karfreitag Abend ging es erstmal in die Innenstadt von Kopenhagen zum Essen. Ein sehr originelles Restaurant wurde aufgesucht und das Loch im Magen gestopft! 🙂

Bereits am Nachmittag, als alle U18-Kämpfer durch waren machten alle inkl. der Eltern noch einen Spaziergang zum Eisladen.

Anschließend wurden die drei Medaillen-Gewinner bei der Siegerehrung sehr „auffällig“ gefeiert!

In der U15 konnten die Bramfelder zwar leider keine Medaille erkämpfen, aber trotz des hohen Niveaus gelang es fast allen, zwei Kämpfe für sich zu entscheiden. Großer Pechvogel war dabei Lily (-60 Kg), die im 4-er Pool zwei Kämpfe gewann und in der Endabrechnung leider 15 Sekunden mehr Gesamt-Kampfzeit für ihre gewonnenen Kämpfe hatte, als die spätere Poolzweite. Somit blieb ein undankbarer aber starker 5. Platz für Lily.

Nele (-44 Kg) konnte ebenfalls zwei Kämpfe gewinnen, belegte aber am Ende (da doppeltes KO-System mit zwei Trostrunden) den 7. Platz. In ihrem letzten Kampf gelang es ihr leider nicht, an die beiden siegreichen Kämpfe anzuknüpfen, war doch mehr drin in dem Kampf. Trotzdem eine respektable Leistung.

Alex (-50 Kg) war am Ende leider nicht so zufrieden mit sich. Er konnte einen Kampf gewinnen, verlor u. a. gegen den späteren Sieger erst in der vierten Golden Score Minute und auch in den anderen beiden Kämpfe war mehr drin. Aber er ist noch nicht so lange in dieser Klasse und muss sich da erstmal reinkämpfen. Nächstes Jahr wird es garantiert besser!

Tim (-55 Kg) gewann zwei Begegnungen. In einer der beiden verlorenen gelang es ihm leider nicht, seine starken Techniken mit Wertung abzuschließen und musste im Laufe des Kampfes einem Waza-ari Rückstand hinterher laufen. Auch bei ihm wäre mehr drin gewesen, am Ende beendete er das Turnier mit Platz 9.

Am Nachmittag waren dann unsere beiden Damen dran. Katja (-57 Kg) konnte auch zwei Kämpfe gewinnen, leider reichte es am Ende nur zum 5. Platz. Aber die beiden Ippon-Siege durch Ura-nage und Soto-maki-komi waren schon eine Augenweide!

Defne (+70 Kg) konnte ihre beiden Gegnerinnen mit technisch sehr schönen Ippons auf Abstand halten. In der ersten Begegnung gelang ihr ein perfekter Harai-tsuri-komi-ashi und im zweiten Kampf erarbeitete sie wunderbar einen Armhebel (gerollter Juji-gatame) gegen die Bankverteidigung ihrer Gegnerin heraus. Somit Platz 1 für Defne!

 

Besonders erwähnenswert war der Zusammenhalt der gesamten Bramfelder Gruppe. Ob Eltern, oder ausgeschiedener Teilnehmer, platzierte oder Kämpfer des Vortages. Alle feuerten die Kameraden an oder beschäftigten sich nett miteinander.

Alleine deshalb war Kopenhagen schon eine Reise wert.

Klar ist, nächstes Jahr fahren wir wieder hin!

Vielen Dank an alle Fahrer und an die beiden Organisatoren/Betreuer Gunnar und Tobi, sowie Betreurin Katja!

 

Dieser Beitrag wurde unter Berichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.